Alte und Neue Medien

Alte und neue Medien sind wie zwei Rivalen, beide buhlen um die Gunst der Informationshungrigen und Entertainmentgierigen.

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ie Medien: Alt gegen Neu In unserer medialen Gesellschaft haben wir einen nahezu uneingeschränkten Zugang zu allen uns erdenklichen Informationen. Allerdings werden wir täglich mit dem enormen Informationsfluss nicht nur konfrontiert sondern von ihm regelrecht erschlagen.

Jeder kennt den Begriff Medien und weiß grob was damit anzufangen. Doch was spielt sich hinter den Kulissen der Rivalen, wer beherrscht den Markt? Fühlen sich die Alten Medien von den Neuen bedrängt oder werden sie ergänzend zum Wohl der Nutzer eingesetzt?

Auf der Suche nach dem Ursprung der Medien betrachten wir zunächst die Zeit der römischen Herrschaft. Etwa 50 v.Chr. hatte Julius Cäsar die Idee, die Menschen von seinen Ruhmestaten zu unterrichten. So ließ er in der ganzen Stadt Nachrichtenseiten aushängen. Es ist die Geburt der Zeitung, das älteste bekannte Medium, und zugleich der Anfang der Propaganda.
In der Neuzeit wurde der Begriff neue Medien für das bezeichnen des Radios verwendet, in den Anfängen des Fernsehens wurde er dafür gebraucht. Als der Teletext erschien, bezeichnete man ihn als das neue Medium. Seit Mitte der 90er Jahre ist der Begriff ein Sammelsurium für elektronische, interaktive und digitale Medien. Er wird auch mit Multimedia und Netzpublikation in Verbindung gebracht.

Wie bei jeder neuen Technologie und die darauf folgende Umstellung wird oft viel Hype und künstliche Hysterie erzeugt. Die alten Medien fühlen sich durch die Innovation angegriffen und überflüssig. Doch sind alte Medien tatsächlich ein Auslaufmodell? Eine Studie aus Baltimore an der amerikanischen Küste hat die unangefochtene Dominanz der traditionellen Medien nachgewiesen. Eine Woche lang wurden im Sommer 2009, 53 lokale Nachrichtenredaktionen beobachtet. Darunter waren Print, Online, Radio und Fernsehen zu finden. 95% der Neuinformationen waren bei den alten Medien zu finden, lediglich der winzige Rest von 5% auf Websites und Blogs.

Alte Medien haben einen langen Reifungsprozess hinter sich. Sie haben viel erduldet und wurden durch die Gesellschaft geprägt. Das Internet, ein sehr junges Medium, bedient sich dieses Erfahrungsschatzes. Oft nehmen wir es als eine Selbstverständlichkeit hin, dass wir von links nach rechts lesen, dass wir Absätze und Überschriften benutzen, dass die Symbole zum starten eines Videos die selben wie auf unserem Videorekorder sind. Doch reflektierend müssen wir feststellen, dass alles schon vorhanden ist und lediglich in einer anderen Form, der digitalen, präsentiert wird.

Den Verlegern geht das Geld aus. Wovon sollen noch die Journalisten leben? Und wer bezahlt die Abenteuer kostspieliger Rechercheure? Wer bedient das Internet mit den neusten Informationen? Nicht jede sinkende Auflage ist das Resultat eines bizarren Wettbewerbsverzehrs durch das Internet. Viele Verleger haben den Zeitpunkt der Modernisierung und der Umstrukturierung verschlafen. Das Resultat bleibt nicht unerkannt. Anfang des Jahres hatte „die Zeit“ ein Rekordhoch, sowohl bei den gedruckten Ausgaben als auch beim Besuch der Internetseite, zu verbuchen.

Die traditionellen Medien setzten noch immer die Agenda. Obwohl die Kritiker sich mit Argumenten über die Nutzung und Bereicherung überhäufen, bleibt die Tatsache, dass die Alten Medien in der heutigen Zeit ein Leitbild für die Neuen Medien darstellen. Bis sie sich allerdings durchgesetzt und etabliert haben, müssen sie sich erst in allen nur ersinnbaren Lagen, sowie ihre Vorgänger, beweisen.

Kategorie: Alte Medien Neue Medien

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